Und jetzt dann #remote. Online Meetings erfolgreich machen.

Na? Hat es Euch auch kalt erwischt? Von einem Tag auf den anderen #remote aus dem Homeoffice arbeiten? Mit einem Team, das improvisiert von Zuhause versucht, das was zu tun ist, jetzt via #remote Workshops zu koordinieren…?

Bad Connection?
Bad Connection?

Bei den Kollegen vom Teamworkblog hab ich meine Erfahrungen der letzten Wochen veröffentlicht und spreche da über Tipps und Tricks um das Energielevel hoch und damit das Meeting erfolgreich zu machen.

Beobachtung von Interpretation trennen

Puh. Im Zug nach Wien. Ein weiteres Modul im grandios guten Lehrgang zum Lösungsfokussierten Berater und Coach bei https://sinnvoll-fuehren.com/

Ich bin alle und lass mich in den Sitz fallen. Nach der intensiven Trainingswoche, wenig Schlaf jetzt erst mal 4h Ruhe und konzentriertes Arbeiten. Ich klappe den Tisch aus der Lehne meines Vordermannes und beginne am Laptop zu arbeiten, als mir ein nervöser Junge im Sitz vor mir das konzentrierte Arbeiten unmöglich macht.

Immer wieder stösst er in seinem Sitz kraftvoll nach hinten, so dass mein Laptop erzittert.

“Contenance” denk ich mir, der wird doch gleich irgendein elektronisches Gerät rausziehen und sich davon hypnotisieren lassen.

Von Wegen! In unregelmässigen Abständen stösst er heftig zurück. *rrurrrrummms*. Mein Laptop scheppert. Meine Konzentration bricht. Mal hab ich knapp 10min Ruhe, dann wieder nur 2, dann irgendwas dazwischen.

“Alter! Das fängt wirklich an zu nerven!”

“Sag mal, der hat doch seine Eltern dabei. Die müssen das doch sehen!”

Keine Reaktion. Kurze Ruhe. *Pppprrrrrrr* *rrrummmms*

Ätzend. Ich dreh ab. “Was sind das denn für Eltern? Ignorantes Pack! Entweder die machen jetzt was oder ich!”. In meinem Kopf eskaliert die Situation schon. 

Ich mal mir aus, wie ich von hinten nach vorne geh und höflich aber bestimmt erst den kleinen Rotzlöffel, dann die Rabeneltern an meine Grundrechte zur ungestörten Arbeit und Ruhe erinnere.

*rrrummmms*

Nächster Gedanke: “Nee, ich mach das nicht höflich, ich lass den Rauch rein!”

“So eine verf**ckte Sch**sse” – die Stimme in meinem Kopf ballert gegen die Innenseite meines Kopfes

“Die wollen mich provozieren! WTF! Nicht mit mir Aaa$%§!rrrggh” 

Kurz bevor ich ausraste entspannt sich die Lage. Es wird ruhiger. Aaaaahhhh. Finally.

*rrrummmms* krrrrrkk *rrrummmms*

Nee. So geht das nicht. So wird das nichts. Überhaupt nichts.

Ich erinnere mich an eine Technik die ich mir aus dem Contextuellen Coaching und einem GfK Intensivkurs bei Andi Schmidbauer mitgenommen und für mich abgewandelt habe.

Beobachtung von Interpretation trennen. Eigenverantwortung über die Situation. Ich bin selbst für meine Gefühle verantwortlich. Der Auslöser (unruhiges Kind) hat nichts mit meiner Interpretation zu tun (=“Rotzlöffel”, “Rabeneltern”).

Beobachtung von Interpretation trennen

Ich erinnere mich an den Bildschirmhintergrund, den ich mir eigens dafür vor Jahren gebastelt habe.

Zwei Kreise auf orangenem Grund. Links Beobachtung, rechts Interpretation. Wann immer mich im Büro eine Situation geärgert hat, schnell alle aktiven Fenster minimiert und auf den Bildschirmhintergrund geschaut – und reflektiert:

“Was lässt sich objektiv beobachten?” und “Was ist meine Interpretation?” Hat mir schon damals geholfen, ruhig zu bleiben und meiner Interpretation nicht allzu viel Macht in der Situation einzuräumen.

Geht das auch in der Situation? Klar.

“Was beobachte ich?” Einen Jungen der sich unregelmässig aber intensiv im Sitz bewegt und eine erwachsene Frau und einen erwachsenen Mann, wahrscheinlich seine Eltern, die keine Notiz auf die Reaktionen des Jungen zeigen.

Das ist die Sachlage. Nicht mehr und nicht weniger.

Was ich interpretiere kann man oben lesen. “Übertrieben”, denk ich. “Entspann Dich, Marc. Komm runter!”

Schon gehts mir besser.

Ich klapp den Laptop zu. Was solls, schau ich eben raus und geniess die wirklich atemberaubende Landschaft des Salzburger Lands.

Krass, ist das schön. Bilderbuchbilder ziehen vorbei. Grüne Wiesen, Scheunen, Kühe vor den hohen Bergen des Salzkammerguts. Irre.

Der Junge vor mir steht auf. Dreht sich um und geht an mir vorbei. Ich schau ihn mir an. Das Gesicht ist halbseitig verzerrt. Die rechte Seite verkrampft. Der dünne Arm abgespreizt vor der Brust. Das rechte Handgelenk winkelt die dürre Hand spastisch ab. Ticks schütteln den armen Burschen. Kleine wie grössere.

“Ach Du Scheisse….!” – und ich Rindvieh seh nur mich und meinen bornierten Wunsch in Ruhe zu arbeiten. Kein Wunder nehmen die Eltern keine Notiz. Die grossen Ticks und Zuckungen sind wahrscheinlich Alltag. Nix besonderes in dem Leben das sie leben. Wahrscheinlich mit ein paar heftigeren und kräftigeren Anstrengungen neben denen meine bornierten Bemühungen zu arbeiten, wie die eines Spiessers ausschauen mögen…

Kaum vorzustellen, was passiert wäre, hätte ich mich tatsächlich so echauffiert und angestellt wie vorher ausgemalt.

Ich fühl mich schlecht, borniert, spiessig, egoistisch. “Wie konnte ich nur…?”

“Halt mal” denk ich, jetzt geht die Interpretation und Bewertung der Situation ja schon wieder los. Nur in die andere Richtung….

Also, nochmal: “Was beobachte ich?” Einen Jungen der sich unregelmässig aber intensiv im Sitz bewegt hat und jetzt aufgestanden ist, sowie eine erwachsene Frau und einen erwachsenen Mann, die keine Notiz auf die Reaktionen des Jungen zeigen.

Die beobachtbare Situation ist fast die gleiche. Nur meine Interpretation nicht. In der Aussenwelt hat sich nichts verändert. In meiner Innenwelt schon.

Bin ich doch um eine Erkenntnis reicher: Beobachtungen von Interpretationen trennen macht Sinn. Für den inneren und äusseren Frieden :-).

Den Bildschirmhintergrund für Euren schnellen Reflexionsmoment im Büro könnt Ihr hier unten herunterladen.

Scrum-Day 2019 Agile Games Corner Material

Uff. The Scrumday 2019 is over. And it was a blast.
Exhausted but happy here is what I proposed during the sessions @ the Agile Games Corner: additional info and instructions to the simulations, energizers and games I facilitated.

Tech Debt Game: a simulation to explain the need for refactoring with non-technical means to non-technical people can be found here

Unfortunately, I wasn’t able to pick up the original source for one of my current favorites: Egg & Shell, a short simulation to experience how it feels like to trust and to focus on someone who is relying on you. So I created a facilitation script at tastycupcakes

Here are the energizers:
Princess and Werewolves: Thanks to @dhommel who introduced me to this fun energizer – and showed up right in time at the agile games corner to prevent me from screwing, thanks mate 😉
Danish clapping. I can’t name the orginal source but here is a video which illustrates the facilitation
Antelopes, Tigers and Elefants. Again no source available. I learned it from Susanne Burgstaller. If you find another reference, let me know!

Thank you for visiting us at the agile games corner. See you next year @Scrumday 2020!!